Renate u. Michael Jung 2017 dLiebe Gemeinde in Darmsheim!
Wenn jemand geht, dann fehlt er manchen Menschen. Dinge, die bisher in einer bestimmten Weise gelaufen sind, laufen erst einmal nicht mehr. Neue Wege müssen gefunden werden - und eine neue Person, die wieder auf ihre Weise Beziehungen eingeht und die Angelegenheiten auf ihre Weise angeht. Deshalb lösen Abschiede ganz verschiedene Gefühle aus: Trauer und Verlassensein, Ärger und Vorwürfe, manchmal auch Erleichterung, oft aber vor allem Dankbarkeit über das, was gelungen ist. Ich bin in den letzten Wochen Menschen mit ganz verschiedenen Gefühlen begegnet, und auch in mir sind verschiedene Gefühle. 

 

Vor allem ist da aber ein vielfacher Dank. Meine Frau und ich sind dankbar für viele gute Begegnungen und viel Herzlichkeit, die uns entgegengebracht worden ist. Dankbar bin ich auch für die sehr gute Zusammenarbeit mit einem engagierten Kirchengemeinderat und mit den Kollegen/innen im „Distrikt Nord“. Als sehr selbstverständlich und zugewandt habe ich die Zusammenarbeit mit vielen Menschen aus der katholischen Schwestergemeinde empfunden. Aufgeschlossene Menschen sind mir in unseren pietistischen Gemeinschaften begegnet. Mit Ortsverwaltung und Vereinen gab es ein gutes Miteinander.

Viele Menschen in Darmsheim sind mir ein bisschen oder auch sehr ans Herz gewachsen – Gemeindeglieder, Konfirmanden, Jugendmitarbeiter, Schüler in der hiesigen Grundschule und im Stiftsgymnasium. In vielen Gesprächen bei alltäglichen, bei fröhlichen und bei traurigen Anlässen ist ein Stück Nähe entstanden. Mit manchen habe ich mich auseinander- und auch neu zusammengesetzt.
Meine Frau hat sich im Frauenkreis, mit Projektchor-Aktionen, im Advents-Büchertisch und beim Klavierspielen im Altersheim eingebracht. Für die dabei gemachten Erfahrungen ist sie dankbar – und ich ihr für Ihren Einsatz.
All das lassen meine Frau und ich nun nach sieben intensiven Jahren los und ziehen weiter ins oberschwäbische Ostrach. Es ist für uns beide ein guter Zeitpunkt, neue Aufgaben anzugehen und auch neue Menschen kennen zu lernen. Beim Gemeindefest am 15. Juli wird Gelegenheit zu kurzen Gesprächen und Händeschütteln sein.

Wenn Menschen zu biblischen Zeit Abschied nahmen, verbanden sie das mit einem Segen. Das möchte ich auch tun: um Gottes Segen für uns beide und für Sie zu bitten. In dem Wallfahrts-Psalm 121 heißt es: „Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!“ Lassen Sie sich behüten! Ich wünsche Ihnen persönlich von Herzen eine gute Zeit und einen guten weiteren Weg!
Michael Jung

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