Gemeindeausflug 2015-09_webBei bestem Herbstwetter starteten wir früh morgens um kurz nach acht in Darmsheim. Wir waren eine bunte Gruppe von Menschen zwischen 6 und über 80 Jahren, die sich alle freuten einen Tag gemeinsam zu verbringen. Die Wanderausrüstung mancher ließ etwas Zweifel hoch kommen, ob wir nicht doch zu guter Letzt, die Felsen der Pfalz besteigen würden… Das erhöhte natürlich die Spannung, was der Tag wohl bringen mag.

Zügig fuhren wir über leere breite Straßen, die immer schmaler und kurviger wurden, je näher wir unserem Ziel Petersbächel kamen. Aber unser Busfahrer brachte uns sicher und mit geübter Hand zu unserem ersten Ziel, der HOLZ-ART-GALERIE in Petersbächel. Dort hatte das Ehepaar Würth, die Besitzer der Galerie, schon alles für ein kleines Brezelfrühstück vorbereitet, das wir sogar im Freien einnehmen konnten. Die Brezel, die wir natürlich aus Darmsheim mitbrachten, inspirierte auch Pfarrer Michael Jung uns etwas über die Symbolik der Brezel zu erzählen und alle ergänzten diese Gedanken, indem wir gemeinsam Dankeslieder sangen. So gestärkt waren wir gespannt auf die Führung. Das Thema war „Vom Baumstamm zum Kunstwerk“. Zunächst sahen wir ganz verrückte Baumstämme, die unsere Holzindustrie nicht gebrauchen kann, da sie nicht der Norm entsprechen und einfach im Wald liegen gelassen werden. Wir waren begeistert, welche Kunstwerke daraus entstehen können, allerdings auch durch sehr schwere körperliche Arbeit bei der Bearbeitung. Ein weiterer Aspekt war noch der Bezug einiger Kunstwerke zu biblischen Texten und Menschen zum Beispiel Franz von Assisi. Unser Blick für das Holz in unseren Wäldern und Wiesen wurde geschult.

Danach stärkten wir uns in einem Langgasthof in der Nähe, in dem es bürgerliche Küche, aber auch pfälzische Spezialitäten gab. Zufrieden und mit fast zu vollem Magen starteten wir unser Nachmittagsprogramm. Die Sonne lockte und so begannen wir zunächst alle zusammen unsere Wanderung. Nach kurzem gemeinsamem Weg teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die einen spazierten gemütlich im Tal auf befestigten Wegen Richtung Frankreich und merkten dies aufgrund ihrer anregenden Gespräche nicht, die anderen machten sich daran auf weichen Waldwegen die Burgruine Blumenstein zu erobern. Manch einer freute sich an seinem neuen Blick für das Holz im Wald und wir erfanden schon Kunstwerke. Alle ließen sich davon überzeugen, dass sich auch die letzte Kletteretappe auf die Ruine trotz etwas Mühe lohnen würde und so konnten wir einen grandiosen Blick in unendliche pfälzische Wälder werfen. Mitgebrachte Gummibären waren die Belohnung und manch einer malte sich aus, wie die Burgherren im Mittelalter in dieser für uns verlassenen Gegend wohl gelebt haben. Auch ein in diesen sandigen Fels geschlagener Raum sorgte für Mutmassungen. Für uns „Städter“ war diese unendliche Natur, Weite und die Stille etwas Besonderes. Die Zeit schritt voran und so machten wir uns auf den Weg zurück, in dem wir auch noch französischen Boden betraten und die vielen Fischteiche im Tal bewunderten. Lange Zeit lebten die Menschen dort nicht nur von der Waldwirtschaft, sondern auch von der Fischzucht.

Zügigen Schrittes ging es zu unserem Bustreffpunkt, den wir mit etwas Verspätung erreichten. Die andere Gruppe machte uns fast neidisch, indem sie uns von Ihrem Genuss von lauwarmem Zwetschgenkuchen und wohlriechendem Kaffee berichtete. So kam jede Gruppe auf ihre Kosten und zufrieden und dankbar fuhren wir in Richtung Heimat. Die Straßen waren nicht mehr ganz so leer wie am Morgen, aber wir waren trotzdem pünktlich am Ziel. Ein wunderbarer Mondaufgang machte die letzten Kilometer zu einem Erlebnis und inbrünstig sangen wir alle „Der Mond ist aufgegangen“. Manche überlegten sich doch am frühen Morgen aufzustehen um den sogenannten „Blutmond“ ein sehr seltenes Naturschauspiel anzuschauen.
Zu guter Letzt noch ein Dankeschön an alle , die an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt waren. Wir freuen uns auf ein nächstes Mal.

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